Vierteljahresbericht 2.Viertel 2005
Mitten
im April, welcher ja bekanntlich macht was er will- nach einer Woche der Hitze-
trafen wir uns im Eigenthal, um unsere Körper für das Pfila zu stählen,
jedenfalls diejenigen der Kinder. Die Adwa Baar plante an diesem Tag einige
Kniffe und Tricks unserer Pfilaerprobten Superadwajaner zu erlernen und hatte
vor, uns in unser Trainingscamp am Fusse des Pilatus zu begleiten. Doch nicht
alle Kids der Adventjugend sind so Wetterfest, wie unsere Helden! Denn das
Wetter spielte uns einen Streich sondergleichen. Nach einer warmen Woche standen
wir am Sonntag knietief im Schnee! Die Adwa Baar liess uns also im Stich und
wir,… wir stampften voller Elan durch das kalte Weiss! Das Wort Elan könnte
vielleicht etwas überrissen klingen, doch an einem Sonntagmorgen kann man ja
nicht viel mehr erwarten. Soweit das bei solch einem Untergrund möglich war, übten
wir das Anlaufen an verschiedene OL Pösten. Auch ein wenig Kartentheorie wurde
den Kindern vermittelt. Ziel dieses Tages war es nicht, die Kinder unter einen
Leistungsdruck fürs Pfila zu stellen, sondern sicherzustellen, dass alle Kinder
das Pfila ohne verirren überstanden. Nach
diesem Wintertrainingscamp in den Bergen blickten die Luzerner Leiter sehr
zuversichtlich auf das bevorstehende Pfila. Was sollte schon schief gehen?
Unsere Kinder waren top gerüstet, sogar für den Fall, das es über Pfingsten
einen Wintereinbruch geben sollte. Durchnässt
und ein bisschen frierend setzten sich die Kinder in die wohligwarmen Autos
ihrer Eltern und hinterliessen ihre Leiter dem Schicksal, als die Übung für
beendet erklärt wurde!
Und
es kam, wie es kommen musste. Das Pfila rückte in greifbare Nähe. Während der
Vatikan fiebrig die Erteilung des Pfingstsegens vorbereitete und Thomas Bucheli
seinen Wetterbericht- welcher an Pfingsten nie zu stimmen scheint- ein letztes
Mal überprüfte, füllte sich der Bahnhof Luzern langsam aber sicher mit
kleinen und grossen uniformierten Leuten, welche mehr oder weniger Gepäck bei
sich trugen. Nach der alljährlichen, abenteuerlichen Busfahrt mit mehr oder
weniger überforderten Buschauffeuren und Leitern und aufgedrehten Kindern kamen
doch alle am späten Abend im Eigenthal an. Und schon wurden wir mit dem
Lagerthema konfrontiert. Beim Durchschreiten des Eingangstores des
Barackenlagers, zogen klagende und weinende, mehr oder weniger kreativ
verkleidete Israeliten, unsere Aufmerksamkeit auf sich. Mose sei gestorben! Das
Volk sei ohne Führer! Welch eine schreckliche Nachricht! Doch wie jedes Jahr
war dies nicht das einzige Drama, welches sich im Eigenthal abspielte am
Freitagabend! Die panische Suche nach einem Bett führte bei den einen oder
anderen zu Tränen oder kurzfristigen Angstzuständen. Zu bemerken ist auch,
dass das Barackendorf dieses Jahr überbelegt war und einige Wenige Personen
sich eine Matratze teilen mussten. Das nackte Chaos herrschte also! Man muss
sich die Situation mal vorstellen! Und dann sind da noch diese nervigen
Klageweiber, welche mit ihrem Gezetter die Stimmung noch mehr zum kochen
bringen! Ein Lagerbeginn sondergleichen! Bei der Nachtruhe jedoch hatten alle
Kinder und auch die Leiter einen Schlafplatz gefunden und so konnten sich alle
von den Strapazen des ersten Abends erholen. Der Sabbat stand ganz unter dem
Motto der Jordandurchquerung des Volkes. Ob über ein Helikopternetz, eine
Seilbrücke, durch einen Plachentunnen oder an einer Liane. Die Kids hatten
verschiedene Möglichkeiten den kleinen aber doch kühlen Fluss zu überqueren.
Den traditionellen Wettkampfsonntag bestritten wir mit unseren nördlichen
Nachbarn aus Reinach als Mitstreiter. Mit stolz dürfen wir verkünden, dass die
Adwa Luzern nun wieder einen Platz nach vorne gerutscht ist. Und, na ja, wenn
wir so weitermachen, können wir vielleicht in ein paar Jahren oder Jahrzehnten
wieder an die Erfolge des Millenium-Pfilas anknüpfen und euch dann den
Wanderpreis wieder präsentieren. Sollte es aber wieder mal länger dauern, dann
schnappen wir uns ein Snickers und frönen mit silbergrauen Haaren den guten
alten Zeiten… na ja, ihr merkt, der Schreiber versinkt mehr und mehr in
unverständlichen Gedanken, welche euch vielleicht besser erspart bleiben würden!
Beenden wir also diesen Bericht mit etwas Würde… nur wie?!
Wir
möchten uns bei allen von euch bedanken, welche uns unterstützen und auch in
Zukunft unterstützen werden!
Liebe
Grüsse
Euere
Adwaleiter